Pokertracker

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Version(en): Hold’em Manager 1 – Full, Micro Stakes, Omaha
Sprache: Englisch
Preis: von 54,99 $ (nur Micro Stakes) bis 149,99 $ (Full inkl. Omaha)
Testversion: 15 Tage
Besonderheiten: sehr komplexe Software, mit der man viele Werte einsehen bzw. individuell anpassen und auswerten kann; benötigt PostgreSQL als externe Datenbanksoftware; verfügbar auch für Omaha; unterstützt auch Rush Poker; Schnittstelle zu externen Anwendungen wie TableNinja oder SNG Wizard.

Screenshots:

Software HUD HUD Popup

– Review
Holdem Manager ist immer mehr im Kommen. Immer mehr Pros setzen diese Alternative zu PokerTracker ein, und wenn man sich erst einmal an die eigenwillige Oberfläche vom Holdem Manager gewöhnt hat, kommt man auch ganz gut klar mit der Software. Leider ist auch dieses Tracking Tool absolut nix für Anfänger, und selbst als fortgeschrittener Pokerspieler und ansatzweise sichere Person im Umgang mit PCs muss man sich einige Zeit mit der Software auseinandersetzen, bevor man sie zum vollen Einsatz bekommt.

Negativ fällt z.B. auf, dass man auch hier erst die externe Datenbank von PostgreSQL aufsetzen und installieren muss. Ein Laie ist damit bereits überfordert. Dann werden die Ordner für die Handhistory-Dateien auch von HM nicht automatisch erkannt, so dass man erst einmal ein wenig konfigurieren darf, bevor es überhaupt los geht. Die Einstellungsmöglichkeiten mit dieser Software scheinen schier grenzenlos, da man wirklich sehr viel individualisieren kann… aber braucht man das wirklich alles? Ähnlich wie beim Pokertracker scheint dieses Programm für die Spieler entwickelt worden zu sein, die wirklich die allerletzten 0,1% gegen ihre superstarken Gegner rauspressen wollen, aber nicht für die breite Masse. Auch wenn Holdem Manager kontinuierlich an der Übersichtlichkeit arbeitet, sind die meisten User auch von dieser Informationsflut schnell erschlagen.
Verfolgt man ein wenig das HM-Forum, dann setzen die meisten User die Software im Grunde mit den Werkseinstellungen und den 10 wichtigsten Werten ein, nutzen das HUD und schauen ab und zu mal in die Auswertungen der Software, aber das wars. Mit dem komplexen Monsterwerkzeug, das man sich da ins Haus geholt hat, etwas anfangen können wohl eher die wenigsten. Aber jedem das seine, würde ich sagen.

Positiv fällt auf, dass HM als erste Tracking-Software Schnittstellen zu anderen Programmen bereit stellt, und so z.B. mit dem SNG Wizard Daten austauscht bzw. auf Table Ninja abgestimmt sein soll. Die Einbindung von Table Ninja – einer Software zur Tastaturbelegung beim Pokern – bringt aber nicht wirklich etwas, es startet einfach nur automatisch mit, wenn man das aktiviert hat. Aber der Ansatz ist schon mal nett.